top2.gif

Sie befinden sich hier:

Logo des Landesverbandes

Landesverband Westfälischer und
Lippischer Imker e.V.


Fachbereich Bienenweide, Umwelt- & Naturschutz

 

► zum Blühenden Band durch unser Land

 

 

EU: Teilverbot von drei Neonicotinoiden

Verfasst am 30.04.2013

Bei der EU-Abstimmung kam zwar keine qualifizierte Mehrheit zustande, doch Gesundheits- und Verbraucherkommissar Tonio Borg will die Beizmittel Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam nun für zwei Jahre verbieten. Deutschland hatte sich bei einer ersten Sitzung im März noch der Stimme enthalten, stimmte aber jetzt auch für das Verbot. Das Verbot wird allerdings nicht schon diesen Sommer, sondern erst ab Dezember gelten.

"Ich verspreche, alles zum Schutz unserer Bienen zu tun, die so wichtig sind für unser Ökosystem und jährlich mehr als 22 Milliarden Euro zur europäischen Landwirtschaft beitragen", erklärte der zuständige Kommissar Borg im Anschluss. Damit wird das Beizen mit den drei Neonicotinoiden bei Raps, Mais, Sonnenblumen und Baumwolle für zwei Jahre untersagt. Bei Wintergetreide und anderen Pflanzen wird es hingegen weiter möglich sein.

Das deutsche Agrarministerium erklärte in einer Pressemitteilung, die Anwendung der Neonicotinoide sei in Deutschland bereits "auf wenige sichere Anwendungen begrenzt und mit strengen Auflagen verbunden." Mit dem nun absehbaren Verbot dürfen die Beizmittel jedoch auch nicht mehr bei Raps angewendet werden - das war hierzulande bislang möglich. Deutschland setzte sich deshalb für eine späteren Start erst ab Dezember ein: "Damit ist garantiert, dass der Anbau von Raps, der mit seinen vielen Blüten zu den wichtigsten Nahrungsquellen für Bienen zählt, nicht rapide einbricht. Deutschland wird die Übergangszeit für weitere Forschung nutzen."

Die deutschen Imkerverbände begrüßen in ihrer Presseerklärung das Verbot.

Zuletzt geändert am 08.01.2016

Alle Artikel des Fachbereiches